Die Loki fährt an die Aufstiegsspiele

Es ist vollbracht! Die Loki Stäfa erreicht ihr Saisonziel und spielt um den Aufstieg

30.03.2025

Es ist vollbracht! Die Loki Stäfa erreicht ihr Saisonziel, klassiert sich vor den Floorball Reitern und spielt um den Aufstieg. Dies nach einem gelungenen Abschluss einer äusserst starken Saison.

Auf das grosse Saison-Finale in der Elba-Halle in Wald hatten sie alle hin gefiebert, wie nach einem zähen Winter auf den Frühlingsanfang. Besonders im Fokus stand dabei das Spitzenspiel gegen die Floorball Riders.

Dieses Spiel war in dieser Saison ein Duell der Giganten. Und auch an diesem Sonntag war es wieder einmal ein Spiel auf Messers Schneide, ein Genuss für den neutralen Unihockey-Connaisseur und ein Nervenkitzel für die Beteiligten und deren Anhängerschaft.

Beide Seiten hatten im Vorfeld auf dieses Duell ordentlich Schärfe reingebracht respektive herbeigeschrieben, wie es sich für ein Duell unter Rivalen gehört. Doch es ist wie so oft, wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. Ein Merksatz, wie er aus der Bibel stammen könnte.

Zwei Mal zurückgeschlagen

Die Riders und die Loki schenkten sich nichts, kaum ein Zentimeter Hallenboden wurde freiwillig preisgegeben. Die Riders gingen früh in Führung, ehe Jonathan Eschenlohr zur Stelle war und ausgleichen konnte. Ein immens wichtiger Treffer.

Ärgerlich für Loki-Goalie Michele Angelo, der insgesamt stark hielt, war dann, dass er kurz vor der Pause noch einmal hinter sich greifen musste. Offenbar hatte Micha Kuhn einen Schuss der Riders noch leicht, aber entscheidend abgelenkt. Möglicherweise davon umso mehr angestachelt, spiele Kuhn in der zweiten Hälfte einen magistralen Pass quer durch die Mitte. Timo Payer nahm diesen an und zimmerte die Kunststoff-Kugel ins Netz.

Die zweite Loki-Linie mit den Jungspunden Eschenlohr, Payer und Vetsch gilt es hier hervorzuheben. Sie zeigte einmal mehr grossen Sport. Dieser Block – in leicht rotierender Zusammensetzung – überzeugte schon die ganze Saison mit viel Einsatz, Spielwitz und wichtigen Toren.

Ein unsportlicher Sportchef?

Die Schlussminuten glichen dann einem Abnützungskampf. Würde einem der beiden Spitzenteams noch der lucky punch gelingen? Auf Seiten der Loki kombinierte sich der Pizza-Block einige Male kongenial durch, sündigte aber im Abschluss. Der noch nicht ganz topfitte Lorenzo Schumacher wäre einmal fast selber im Kasten der Reitenden gelandet; dies nach einem fulminanten Hosenlupft und dies noch bevor die Schwingsaison in den kommenden Wochen so richtig starten wird.

Zwischendurch kam es an der Bande in nächster Nähe zur Bank der Reiter dann auch noch zu einem Rencontre zweier Schwergewichte des Unihockey-Breitensports. Auf der einen Seite Loki-Sportchef Yannik Franchini, auf der anderen Seite Sportskamerad Diggelmann, einer der Reiter der ersten Stunde. Beide sollen sich angegangen und danach noch Schlötterlig nachgerufen haben. Der Schiedsrichter wollte schon Strafen oder Spielverweise aussprechen, krebste dann aber wieder zurück. Loki-Sportchef Franchini wurde indes der Unsportlichkeit bezichtigt. Er soll nun im Nachgang zu dieser «Affäre» einen vereinsinternen Ressort-Wechsel hin zum Amt des Materialwarts in Erwägung ziehen.

Die Fratelli Franchini bekamen es in den Schlussminuten dann noch mit Reiter Hubertus zu tun, der sich gleich beide aufs Mal vorgenommen hatte. Dass ist ein wenig, wie wenn man bei «Wetten, dass…» mit einer praktisch unmöglichen Wette an den Start ging, bei der man eigentlich im Voraus wusste, dass es damit kaum klappen kann.

Am Ende trennten sich die beiden ewigen Rivalen 2:2. Es war ein aufgrund des Spielverlaufs gerechtes Unentschieden, wobei man das in den beiden Fanlagern wohl leicht anders sehen mag. Denn auch die chnebelnde Reiterschaft aus dem nahen Zürcher Oberland kam dann und wann zum einen oder anderen gefährlichen Abschluss. Am Ende brachte dieses Unentschieden beiden etwa gleich viel.

Floorball Riders DBR – Loki Stäfa 2:2 (2:1)

Tore Loki: 8. J. Eschenlohr (T. Payer), 32. T. Payer (M. Kuhn)

Im letzten Spiel dieser Saison legte die Loki dann los, wie die Feuerwehr – und zwar wie die Berufsfeuerwehr, die Stützpunktfeuerwehr, die Betriebsfeuerwehr und die freiwillige Feuerwehr mit allen ihren Löschzügen zusammen. Innerhalb von gerade einmal 7 Minuten erzielten die Stäfner sage und schreibe vier Treffer! Das ist vermutlich Liga-Rekord. Auf jeden Fall ein Spielstart, der in die Annalen des UHC Lokomotive Stäfa eingehen dürfte.

Besonders hervorzuheben gilt es hierbei Silvan Illi. Das Loki-Juwel zeigte eine überragende Leistung und glänzte mit zwei Toren. Der jüngste Spieler im Kader hat in dieser Saison den Sprung zum Herrenteam geschafft und dort mehr als nur überzeugt. Er ist eines der grossen Versprechen für die Zukunft für den Verein.

Goalie Renato Crivelli hielt seinen Kasten sauber. Einziges Manko in diesem zweiten Spiel: die Chancenauswertung. Nach dem Torfestival im ersten Durchgang, liesses es die Stäfner im zweiten Durchgang etwas gemächlicher angehen. Ihre Torchancen nutzten sie nun nicht mehr so kaltblütig aus. Dennoch knipsen sie den Grünlichtern aus Richterswil somit frühzeitig die Lichter aus.

Loki Stäfa – Greenlight Richterswil 5:1

Tore Loki: 1. L. Franchini (L. Schumacher), 4. S. Illi (S. Habegger), 6. Y. Franchini (F. Danninger), 7. S. Illi (D. Fürst), 25. J. Eschenlohr (M. Kerst)

Loki Stäfa: M. Engel, R. Crivelli; F. Danninger, S. Eschenlohr, S. Jocham, M. Kuhn, S. Habegger, Y. Rhyner; Y. Franchini, L. Franchini, L. Schumacher, J. Eschenlohr, T. Payer, N. Vetsch, M. Kerst, J. Kurz, D. Fürst; S. Illi.

Bemerkungen: Diverse Tribünengäste; Loki-Legende Matthias Jost, Ehrenpräsident Joel Kurz, Materialwart Cyril «Schnupfi» Buchmann, Konzertmeister Lukas Schnitzel, Loki-Stäfa-Museums-Kurator Sandro Krebs, Frau Coach zusammen mit dem Luca-Franchini-Fanclub Zürichsee und Zürcher Oberland. Loki Stäfa ohne Bachmann C. (Lützelsee-Plausch-Tauchgang im Trüben), Raffael Meli (Ruf der Krähen), Ronco Siffredi de Conti (Verfolgungsjagd).

Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss

Danach hiess es warten. Warten auf den Ausgang des allerletzten Saisonspiels. Das zwischen Gastgeber Laupen und den Floorball Riders. Es ist schon bemerkenswert, das es bis zu dieser letzten Partie noch um viel ging in dieser enorm spannenden Gruppe.

Am Ende ging die Meisterschaft nicht an die Riders und nicht an die Loki, sondern an Laupen. Die Laupner kommen ebenso auf 20 Punkte wie auch die Loki und die Drittplatzierten Red Devils March-Höfe. Die Riders verspielten in der letzten Runde noch den fast schon eingetüteten Meistertitel. Für die ambitionierte Truppe aus dem Zürcher Oberland war das nach dem schweren Abschlussprogramm mit den Spielen gegen die Loki und gegen Laupen entsprechend ernüchternd. Die Riders hatten den Champagner bereits kühl gestellt. Getrunken haben sie diesen dann standesgemäss dennoch.

Auf Seiten der Loki Stäfa konnte man sich nach dieser letzten Meisterschaftsrunde zu einer durch und durch starken Saison beglückwünschen. Nur zwei Niederlagen mussten die Stäfner hinnehmen. Zudem stellt man die beste Defensive. Zudem lässt sich festhalten, das man sich im Verlauf der Saison als Team immer besser gefunden und etabliert hat, was ein Verdienst der Spieler selber ist, aber selbstverständlich vor allem auch des Staffs.

Damit ist klar, dass es für die Loki nun schon bald weitergeht. Und zwar eben mit den Aufstiegsspielen. Schon zum zweiten Mal in Serie nehmen die Stäfner an diesen teil. Bereits feststeht, dass die Aufstiegsspiele am Samstag, 12. April und Sonntag, 13. April stattfinden werden. Wo die Loki dann ran muss, kommt in den nächsten Tagen aus. Weitere Informationen hierzu folgen.


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