Der «Loki» ist der Auftakt in die neue Saison wunschgemäss gelungen. Mit einem Sieg und und einem Unentschieden können die Verantwortlichen des Grossfeld-Teams fürs Erste zufrieden sein.
Lange herrschte die berühmte Ruhe vor dem Sturm in Stäfa. Mit intensiven Trainings und zwei Testspielen hatte sich die «Loki» auf die neue Saison vorbereitet. Mit Silvan «Itty» Habegger und Lorenzo Schumacher kehrten arrivierte Stammkräfte nach längeren Auslandaufenthalten respektive einer längeren Verletzungspause ins Team zurück. Damit und mit der Erfahrung des Erreichens der Aufstiegsspiele letzte Saison wollte die «Loki» schwungvoll in die neue Saison starten. Nebengeräusche, Eskapaden, Eklats? Fehlanzeige.
Die Stäfner mussten sich dem Zweitligisten Black Sticks Embrach nach heroischem Kampf vor stattlicher, lauter Kulisse mit nur einem Tor Unterschied geschlagen geben.
Es war das beste Spiel, das die Loki diese Saison zeigte. Und dies nur drei Wochen nach den verpassten Aufstiegsspielen. Klar der Cup zählt natürlich bereits zur nächsten Spielzeit, aber dennoch, wurde diese Partie zum letzten grosser Höhepunkt vor der langen, wettkampflosen Sommerpause.
Kein Wunder wollte sich die Loki da nochmals von ihrer besten Seite zeigen. Und der Cup hat schliesslich immer seinen Reiz, wenn es darum geht, einem Höherklassigen ein Bein zu stellen. Entsprechend motiviert waren die Stäfner auch dieses Mal.
Nach einer gefühlt ewigen Sommerpause und damit einer gigantischen Durststrecke ohne Wettkampf-Unihockey ging es für die Loki Stäfa endlich wieder auf Punktefahrt. Die neue Saison wurde schon lange erwartet, ja gar ersehnt.
Zwar hatten einige Spieler (Namen der Redaktion bekannt) noch akuten Trainingsrückstand, doch dies vermögen gerade die Routiniers mit ihrer Klasse wettzumachen. Die Breite im (virtuellen) Kader ermöglicht es dem Staff, die Rohdiamanten aus der Nachwuchsabteilung nach und nach nachzunehmen und zu integrieren. So gaben in der ersten Runde gleich zwei A-Junioren ihren Einstand für die Grossfeld-Equipe.
Die Loki schnuppert am Aufstieg
Wovon man in Dürnten, Bubikon und Rüti schon seit Jahren träumt, dies könnte für Stäfa am Wochenende wahr werden: der Aufstieg in die 3. Liga.
Dass die Stäfner die Promotion schaffen können, ist einer durch und durch konstanten Saison zu verdanken. Personell geprägt durch immer wieder wechselnde Formationen, was es den Gegnern nicht gerade leichter machte, belegte die Loki am Ende Schlussrang 3 und steht damit verdient in den Aufstiegsspielen.
Ein Teilchenbeschleuniger dreht sich schnell. Das Trainerkarussell bei der Loki dreht sich noch schneller. Neue Runde, neuer Coach. Die Zeiten der Konstanz ist längst passé, seit Silvan Habegger in Südostasien irgendwelche Rüssel (Elefanten) streichelt, statt das Stäfner Stock-Orchester zu dirigieren. Nach dem Doppelerfolg neulich in Pfäffikon ZH unter Interimstrainer «Meistermacher-Mau» Kerst kam heuer an der mit Hochspannung erwarteten Heim-Runde in der Halle für alle Dani Fürst zu seinem Coaching-Comeback.
Beim Gastspiel in der Flughafenstadt erwartete die «Loki» Stäfa der grosse Bahnhof. Mit den Partien gegen den stark klassierten Männerchor Herisau und gegen die im Hangar dahinrostenden Klotener Jets, welche zum munteren, sonntagnachmittäglichen Schläger-Ballett einluden war der Taktfahrplan vorgegeben. Doch Reisen bergen halt immer Risiken. Während einige Lokianer die schnelle Verbindung, den ICE quasi, wählten, löste Dani Fürst die falsche Fahrkarte. Er musste mit der huberschen Draisine Vorlieb nehmen. Diese kam mit einer Verspätung an, wie sie wohl die Deutsche Bahn kennt, nicht aber die stolzen Schweizer Bundesbahnen.
Irgendwann kommen sie halt diese Tage
und sie ist Tatsache, die erste Loki-Saisonniederlage
fünf Siege reihten die Stäfner aneinander zuvor
und erzielten dabei manches herrliche Tor
zum Team der Stunde hatte man längst avanciert
und die Tabellenführung bis zum jüngsten Tage zementiert
dann die Runde im hintersten Chrachen im Zigerschlitz
man musste wieder früh ran, welch ein Witz
Stimmen wurden laut, man würde die Loki foppen
die Liga-Mafia verdonnerte den Leader zum sonntäglichen Frühschoppen
Der Loki-Trainersessel respektive Führerstand ist eigentlich ein Durchlauferhitzer. Nicht weniger als vier Coaches standen diese Saison schon an der Bande. Doch keinem werden derart grosse Meistermacherqualitäten nachgesagt wie Maurin Kerst. Bei der Runde in Pfäffikon ZH dirigierte er den Knebel-Knabenchor aus der Verenastadt als wäre es das Staatsorchester. Und so wurden nach den beiden Siegen gegen Zürisee Unihockey und Flims Trin Unkenrufe laut, (Bier)-Kapitän Lorenzo Schumacher solle als Übungsleiter stante pede zurücktreten.
Donnerstagabend, Restaurant «Rössli», Stäfa. Luca Franchini und Maurin Kerst genehmigen sich ein grosses Helles nach einem der letzten Trainings vor dem Start in die Meisterschaft. Die beiden Co-Trainer des Grossfeld-Teams des UHC Lokomotive Stäfa sind guter Dinge für diese Saison.
In der letzten Spielzeit schaffte es die «Loki» an die Aufstiegsspiele, scheiterte dort dann aber. Nach vielen Wechseln soll nun auf dem geteilten Trainersessel Ruhe herrschen. Das Kader des Herren 1 bleibt zusammen und soll eine Mischung aus Erfahrung und Jungspunden bleiben. Das alles gibt viel Zuversicht für die bevorstehenden Spiele der «Loki».
Beim grosse Saisonfinale der mit Abstand besten 4.Liga-Gruppe ging die Loki aufs Ganze. Zur Akklimatisation reiste das Gros des Teams extra schon fürs Wochenende in die Surselva. Den Schwung von der Skipiste konnte die Stäfner am Sonntag dann aber nicht ganz mitnehmen.
Das Startspiel gegen die Zürcher Oberland Pumas kam für die Loki schlicht zu früh. 9 Uhr ist einfach keine vernünftige Zeit. Viele waren wohl auch noch etwas müde. Ziemlich verschlafen und pomadig wirkte auch das Gezeigte. Vorne wollte die Pille einfach nicht rein und hinten frassen die Stäfner zwei ärgerliche Buden. Die Rede war danach von einem schäbigen Auftritt und dies zurecht. Das war mehr MuKi-VaKi-Turnen statt Unihockey auf anständigem Niveau. Erst in den letzten paar Minuten spielten die Seebuben mit und konnten noch ausgleichen. Cedi Bachmann überlistete den ansonsten bravourösen Puma-Goalie mit einem Kuller-«Schuss». Für den angestrebten Sieg aber reichte es nicht mehr. Da kam die Leistungssteigerung dann schlicht zu spät.